Was signiert ist und was nicht
Original gegen Ausgabe, die Marken in der Downloads-Schublade — und welcher Download protokolliert wird.
Die Schublade „Downloads“ im Editorkopf zählt das Original mit: Steht dort „Downloads (3)“, sind das zwei Ausgaben und die Quelldatei. Die Zeile „Original“ steht immer vorn, auch wenn es noch gar keine Ausgabe gibt.
Die Beschreibung unter dem Titel sagt die Trennung in einem Satz: „Original und gespeicherte Derivate dieses Assets — Derivate sind C2PA-signiert, das Original bleibt unverändert.“
Das Original geht zurück, wie es kam
Der Download liefert genau die Datei, die du hochgeladen hast — ohne verstag-Signatur, ohne Label.
Aber: Trug die hochgeladene Datei bereits ein fremdes Manifest, ist es noch darin. Die Zeile sagt das mit ihren Marken:
| Marke | Wann |
|---|---|
| „ohne Label“ | immer — das Original trägt nie eine eingebrannte Kennzeichnung |
| „enthält Manifest“ | die Prüfung hat Content Credentials gefunden |
| „ohne Signatur“ | die Prüfung hat keine gefunden |
Die Marken zeigen den Prüfbefund. Ist das Asset noch nicht geprüft, steht dort „ohne Signatur“ und es wird kein Manifest angeboten — prüfe es, um den tatsächlichen Befund zu sehen.
Der Menüpunkt „Content Credentials (JSON)“ erscheint an der Original-Zeile nur, wenn ein Manifest gefunden wurde.
Signiert wird beim Rendern
Die Ausgabe wird beim Rendern signiert; der Download signiert nichts mehr, er prüft nur und gibt die Datei heraus.
Zeitpunkt der Signatur und Seriennummer des Zertifikats stehen danach an der Ausgabe, und im selben Schritt entsteht ein Ereignis „Signiert“.
Was ein Download voraussetzt
Der Download einer Ausgabe wird nur angeboten, wenn vier Dinge zutreffen:
- Die Datei existiert noch — nicht durch die Aufbewahrungsfrist entfernt.
- Das Rendern ist fertig.
- Es gibt einen Signaturzeitpunkt. Eine Ausgabe ohne Signatur wird gar nicht erst ausgeliefert.
- Die Kennzeichnungspflicht ist erfüllt — verlangt sie für dieses Asset ein Label und trägt die Ausgabe keines, wird der Download verweigert.
Der vierte Punkt gilt nur für die Datei, nicht für das Manifest. Auch bei gesperrter Ausgabe bleibt der Manifest-Download offen.
Was protokolliert wird und was nicht
Jeder ausgelieferte Datei-Download hinterlässt eine Zeile im Content-Credentials-Nachweis — beim Original wie bei einer Ausgabe.
Die Zeile hält Verschiedenes fest:
- Beim Original: dass es das Original war und unsigniert herausging, dazu die zu diesem Zeitpunkt geltende Kennzeichnungsvorgabe.
- Bei einer Ausgabe: Zertifikatsnummer, Label-Zustand, Geltungsbereich der Vorgabe und die eingebrannte Label-Variante — letztere, weil sie die Löschung der Ausgabe überdauert.
Nicht protokolliert werden der Manifest-Download und die Vorschau einer Ausgabe.
Im Prüfprotokoll heißt ein Download „Ausgeliefert“ — dieselbe Vokabel in der Tabelle und im Dialog an der Ausgabe.
Das Manifest kommt aus der Datei
Das Manifest wird aus der Datei selbst gelesen. Findet sich keines, gibt es keinen
Download. Die heruntergeladene Datei heißt wie die Datei, nur mit der Endung
.c2pa-manifest.json.
Zwei Details, die überraschen
Ein Download-Link ist nur kurz gültig. Startest du den Download nicht gleich, musst du ihn neu anfordern.
Der Dateiname verrät nicht, was du vor dir hast. Das Original kommt unter dem Namen zurück, unter dem es hochgeladen wurde — Umlaute, Großschreibung, Leerzeichen und nichtlateinische Schrift bleiben erhalten. Und die Vorgabe für Exportnamen ist derselbe Stamm. Original und signierte Ausgabe heißen also standardmäßig gleich.
Unterschiede zwischen den Zeilen
An einer Ausgabe-Zeile erscheint das Aktionsmenü erst, wenn das Rendern fertig ist. Vorher steht dort ein Knopf zum Starten oder Wiederholen.
Der Original-Zeile fehlen zwei Menüpunkte, die eine Ausgabe hat: die Vorschau und der Content-Credentials-Audit.
„Content-Credentials-Audit anzeigen“ sehen nur Inhaber und Admin.
Beim Stapel
Der ZIP-Export prüft je Zelle dieselben vier Punkte wie ein einzelner Download und schreibt je Zelle dieselbe Protokollzeile. Der Manifest-Export eines Stapels wird nicht protokolliert.
Ein Archiv wird nie stillschweigend kleiner. Was abgelehnt wurde, steht
namentlich mit Grund in einer Datei HINWEIS.txt im Archiv — wortgleich wie die
Ablehnung beim Einzeldownload.
Sonderfälle
Ein Format, das verstag prüfen, aber nicht bearbeiten kann — etwa TIFF oder HEIC — hat keine Downloads-Schublade, sondern eine einzelne Schaltfläche „Original herunterladen“.
Ist das Original nach der Aufbewahrungsfrist gelöscht, sagt die Oberfläche das mit einem eigenen Satz statt mit einer allgemeinen Fehlermeldung.