Eine Datei schnell prüfen
Prüfen, ohne die Datei in die Bibliothek aufzunehmen.
Die Schnellprüfung liegt unter „Prüfen“, dem ersten Eintrag der Seitenleiste; das Wortzeichen oben links führt ebenfalls dorthin. Eine Datei, ein Befund, kein Eintrag in der Bibliothek, die in der Seitenleiste „Library“ heißt — der Weg für die fremde Datei, über die gerade jemand eine Auskunft braucht.
Wer angemeldet und Mitglied eines Arbeitsbereichs ist — im Benutzermenü „Tenant“ —, darf prüfen. Eine besondere Rolle ist nicht nötig.
Bedienung
Datei auf die Fläche „Datei hierher ziehen“ ziehen oder über „Datei auswählen“ aus dem Dateidialog holen. Rechts darüber öffnet der Knopf „Was wird hier geprüft?“ eine kurze Erklärung.
Danach laufen zwei Stationen: Upload und Prüfung. Der Befund erscheint unter der Ablagefläche, sobald die zweite durch ist.
Legst du während einer laufenden Prüfung eine zweite Datei ab, gewinnt die zuletzt abgelegte. Das erste Ergebnis kommt dann nicht mehr.
Was mit deiner Datei passiert
Die Datei wird hochgeladen. Sie wird nicht im Browser geprüft. Für die Prüfung geht eine Kopie in den Speicher in der EU und wird dort automatisch ausgewertet — kein Mitarbeiter sieht sie sich an. Diese Kopie wird spätestens zwölf Stunden nach dem Hochladen gelöscht. Die Unterzeile der Ablagefläche sagt es ebenso: „wird nur temporär zur Prüfung gespeichert“.
Die Datei selbst wird bei der Prüfung nicht verändert.
Die Datei landet nicht in der Bibliothek, solange du das nicht ausdrücklich wählst. Der Befund steht auf der Seite und ist nach dem Schließen weg. Wer ihn behalten will, klickt unter dem Ergebnis auf „In Library speichern“. Erst dann entsteht ein Asset, und erst dann wird der Befund dauerhaft festgehalten.
Formate und Größe
Geprüft werden mehr Formate, als sich in die Bibliothek hochladen lassen: PNG, JPEG, WebP, TIFF, AVIF, HEIC, GIF, MP4 und MOV. WebP, TIFF, AVIF, HEIC und GIF weist der Upload in die Bibliothek ab, die Schnellprüfung nimmt sie an. Über „In Library speichern“ kommen sie doch hinein, dort dann als reine Prüf-Assets ohne Editor.
Auf diesem Weg gilt für jede Dateiart die Grenze 100 MB — auch für Video.
„In deiner Library gefunden“
Trifft die Prüfsumme der Datei auf ein Asset oder einen signierten Export deines eigenen Arbeitsbereichs, erscheint über den Einzelangaben ein Kasten mit dem Fund und einem Link dorthin — bei einem Export zusätzlich mit Format, Signaturzeitpunkt und Zertifikat.
Der Abgleich läuft nur im eigenen Arbeitsbereich. Fremde Dateien ergeben nie einen Treffer, Assets im Papierkorb zählen nicht mit. Kein Treffer sagt nichts über die Datei — nur, dass sie nicht aus deiner Bibliothek stammt.
Was schiefgehen kann
„Dateityp … wird nicht unterstützt“. Die Meldung zählt die annehmbaren Formate auf. Bei HEIC-Dateien meldet Chrome oft gar keinen Dateityp; dann entscheidet die Endung, und eine unbekannte Endung führt zur Ablehnung.
„Datei ist größer als 100 MB.“ Auf diesem Weg ist 100 MB die Grenze für jede Dateiart. Eine sehr große Videodatei wird erst nach dem Klick abgewiesen.
„Die Prüfung ist fehlgeschlagen.“ Mehr sagt die Meldung nicht; einen technischen Grund nennt sie nie.
„Zeitüberschreitung bei der Prüfung.“ Nach etwa fünf Minuten hört die Seite auf zu warten.
„Die Prüfung konnte nicht abgeschlossen werden. Bitte erneut versuchen.“ Der Lauf wurde unterbrochen, etwa weil die Verbindung abgerissen ist.
Das Speichern in die Bibliothek wird abgewiesen, obwohl die Prüfung durch war. Entweder ist die temporäre Kopie inzwischen gelöscht — dann ist der Weg: die Datei erneut prüfen und danach speichern. Oder es waren zu viele Versuche in kurzer Folge; dann steht dort „Zu viele Versuche in kurzer Zeit. Bitte einen Moment warten und es erneut versuchen.“
Statt eines Hinweises erscheint eine Karte mit Zahlen. Das Speichern in die Bibliothek belegt Speicherplatz und wird wie ein gewöhnlicher Upload geprüft. Ist das Kontingent des Arbeitsbereichs erschöpft, nennt die Karte den belegten und den erlaubten Wert — und den Umstand, dass der Papierkorb weiterhin Speicherplatz belegt.