Der Kennzeichnungs-Standard
Wie verstag Größe, Rand und Kontrast des Labels für jedes Bild bestimmt.
Im Modus „Automatisch“ legst nicht du die Labelgröße fest, sondern die Lesbarkeit: verstag rechnet Größe und Rand für jedes Bild einzeln aus, nach einem versionierten Regelsatz — dem Kennzeichnungs-Standard.
Maßgeblich ist dabei der größte Text, der zur Kennzeichnung gehört: „AI“ muss lesbar bleiben, das ergänzende Wort darf zurücktreten. Das gilt für die Plattform-Wortmarke wie für die EU-Kapseln.
Der Erklärdialog dazu heißt „So wird die Labelgröße berechnet“ und ist an zwei Stellen erreichbar: im Kalibrierdialog unter Einstellungen → Labels und im Vorgaben-Formular, dort nur im Modus „Automatisch“. Im Editor steht die Kurzfassung hinter dem Info-Symbol.
„Automatisch“ und „Manuell“
„Automatisch“ ist die Voreinstellung. In diesem Modus verschwinden die beiden Regler für Größe und Rand; an ihrer Stelle steht eine Zeile mit dem Ergebnis. Die gespeicherten Zahlen bleiben liegen — sie sind der Rückfallwert für den Handbetrieb, nicht gelöscht.
Die freie Platzierung wird im Automatik-Modus nicht angeboten. Hattest du eine freie Position gewählt und schaltest auf „Automatisch“, wird sie auf den Standardanker zurückgesetzt.
Umgekehrt übernimmt „Manuell“ die gerade errechneten Zahlen als Startwert. Die Regler stehen dort, wo der Standard sie gelassen hat.
Der Randregler erscheint auch im manuellen Modus nur bei angelehntem Label — unter einem frei gezogenen Label steuert er nichts.
Der Rand
Der Rand wird zur sichtbaren Kante des Labels gemessen, nicht zum Dateirand: Der transparente Rand des Artworks auf den angelehnten Seiten wird abgezogen, und zwar so, dass jede angelehnte Seite mindestens den geforderten Abstand behält.
Eine Drehung ändert die Größe nicht. Sie wirkt nur auf den Rand, weil sie bestimmt, welche Kante des Artworks an welcher Bildkante liegt.
Das Seitenverhältnis der Vorlage
Wie breit das Label bei gegebener Höhe wird, steht in der SVG-Datei. Bei den
mitgelieferten Vorlagen kommt der Wert aus dem viewBox. Gibt eine eigene
Vorlage weder Maße noch viewBox lesbar an, greift eine Annahme — kalibriere
eine hochgeladene Variante und sieh dir das Ergebnis an.
Wenn das Bild zu klein ist
Passt die sichtbare Schrift nicht mehr auf die Ausgabegröße, wird nichts eingebrannt — und die Ausgabe entsteht gar nicht erst. Auf dem Bildschirm steht dann: „Dieses Bild ist zu klein für eine normgerechte sichtbare Kennzeichnung.“
Der Ausweg ist, „Größe & Rand“ auf „Manuell“ zu stellen; der Knopf neben der Warnung tut genau das.
Unkalibrierte Vorlagen
Eine nicht kalibrierte Vorlage fällt auf die gespeicherten manuellen Zahlen zurück. Das Label wird weiterhin eingebrannt — es wird nur nicht berechnet. „Unkalibriert“ darf ein Dauerzustand bleiben; der Editor sagt es als Hinweis und filtert unkalibrierte Varianten nirgends aus der Auswahl.
Ist die Ausgabegröße noch gar nicht bekannt — kein Format gewählt, Videometadaten laden noch —, meldet die Oberfläche dazu nichts.
Was gespeichert wird, hält fest, nach welcher Fassung des Standards gerechnet wurde. Bei einer unkalibrierten Variante oder einer Ausgabe ohne bekannte Maße entfällt dieser Eintrag; die Größe bleibt deine.
Kontrast
Für den Kontrast gilt ein Mindestverhältnis von 4,5 : 1. Beide Varianten einer Familie werden gegen den Untergrund an der Stelle gemessen, an der das Label steht; für eine Variante zählt dabei ihr schlechtester Fall. Das Ergebnis steht im Editor im Modus „Automatisch“ als Kontrastzeile — mit Urteil, Zahl, Mindestwert und dem Namen der Variante, die eingebrannt wird.