Kennzeichnen

Die sichtbare Marke im Bild und der signierte Datensatz in der Datei — zwei Ebenen, ein Arbeitsschritt.

Kennzeichnen heißt in verstag zweierlei auf einmal. Der Erklärdialog auf „Prüfen“ stellt die beiden Ebenen nebeneinander:

Drei getrennte Dinge: Die Prüfung liest, was schon da ist. Das AI-Label ist die sichtbare Kennzeichnung, die für Menschen erkennbar ins Bild gebrannt wird. Die Content Credentials sind der signierte Herkunftsdatensatz, den verstag beim Rendern in die Ausgabedatei einbettet. Ein Label allein ist nach dem Weiterverarbeiten oft weg; ein Datensatz allein sieht niemand.

Die zwei Ebenen

Das sichtbare Label steckt in den Pixeln. Wer die Metadaten einer Datei entfernt — was viele Plattformen beim Hochladen tun —, entfernt es nicht mit.

Der Datensatz steckt in der Datei, nicht im Bild. Er wird ausgelesen, und eine spätere Änderung an der Datei lässt sich daran erkennen. Ein Zuschnitt oder ein neues Encoding dagegen kann eine eingebrannte Marke abschneiden oder unlesbar machen.

Beide entstehen in einem Arbeitsschritt: Wenn du eine Ausgabe erzeugst, wird das Label in die Pixel gerechnet und das Ergebnis signiert. Beim Video wird das Label in die Einzelbilder gebrannt. Der Datensatz hält die sichtbare Marke als eigene Handlung fest — ohne Label steht dieser Eintrag nicht darin.

Was du entscheidest und was feststeht

Die Content Credentials sind nicht abschaltbar. Es gibt keinen Schalter dafür. Der Stapel sagt es als Zeile an: „Immer signiert – Content Credentials in jeder Datei.“

Das sichtbare Label entscheidest du beim Bild pro Ausgabe. Ohne eigene Vorbelegung öffnet der Editor mit eingeschaltetem Label. Beim Video lässt es sich nicht abschalten — ein Video-Derivat trägt immer eines.

Was die Prüfung über die Herkunft der Datei gelesen hat, entscheidet nicht, ob ein Label gesetzt wird. Es steuert die Kennzeichnungspflicht und die Hinweistexte; die sichtbare Marke setzt du.

Was unberührt bleibt

Weder Label noch Signatur fassen deine hochgeladene Datei an. Die Zeile „Quelldatei“ in der Downloads-Schublade trägt die Marke „ohne Label“, und daneben je nach Datei „enthält Manifest“ oder „ohne Signatur“.

Voraussetzungen

Gekennzeichnet und signiert werden PNG, JPEG, MP4 und MOV. Prüfen kann mehr Formate als kennzeichnen — ein Asset in einem anderen Format bekommt statt des Editors eine Ansichtsseite mit dem Satz „Dieses Format kann geprüft, aber nicht bearbeitet werden.“

Und die Prüfung muss durch sein. Ohne sie bleibt der Editor gesperrt und sagt es im gelben Balken: „Dieses Asset ist noch nicht verifiziert. Starte die Prüfung, bevor du Derivate definierst.“

Wo das im Produkt passiert

Einen Menüpunkt „Kennzeichnen“ gibt es nicht. Gekennzeichnet wird an zwei Orten: im Editor eines Assets, dessen zweiter Bearbeitungsschritt „AI-Label“ heißt, und im Stapel-Assistenten, dessen dritter Schritt „Zuschnitt & Label“ heißt.

Die Station „Kennzeichnung“ in der Fortschrittsleiste des Editors gilt als erledigt, sobald eine Ausgabe existiert — auch dann, wenn diese Ausgabe kein sichtbares Label trägt.

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