Vorbelegungen

Was jede neue Ausgabe erbt, wenn niemand sie anfasst — und der eine Schalter, der sich sperren kann.

Unter Einstellungen → Vorbelegungen steht eine einzige Karte: „Label-Vorbelegungen“. Links das Formular, rechts eine Live-Vorschau an einem Beispielbild.

Der Einleitungssatz sagt, worum es geht: „Vorbelegung für neue Derivate im Editor — pro Derivat weiterhin frei übersteuerbar.“ Nichts hier zwingt etwas. Was zwingen kann, ist die Kennzeichnungspflicht, und die steht auf derselben Seite in einem eigenen Block.

Nur Inhaber und Admin.

Die sieben Felder

FeldWas es setzt
„Label standardmäßig aktiviert“Ob eine neue Ausgabe mit Label beginnt
„Label-Familie“Die Familie, mit der neue Ausgaben beginnen
„Variante“Die Variante daraus
„Position“Eine der neun Stellen eines 3×3-Rasters
„Größe & Abstand“„Automatisch“ oder „Manuell“
„Abstand“ und „Größe“Nur im Handbetrieb sichtbar
„Drehung“0°, 90°, 180° oder 270° im Uhrzeigersinn

Als Position gibt es nur das Raster, keine freie Position.

Die beiden Regler haben Bereiche, die man kennen sollte: Der Abstand reicht von −10 % bis +25 % — ein negativer Abstand lässt das Label über die Bildkante hinausragen. Die Größe reicht von 0 % bis 60 %.

Im Modus „Automatisch“ verschwinden beide Regler ganz. An ihrer Stelle steht der Satz, dass Größe und Abstand pro Bild so berechnet werden, dass der größte Pflichttext des Labels lesbar bleibt. Die gespeicherten Zahlen bleiben dabei als Rückfallwert erhalten.

Für die automatische Variantenwahl gibt es keine Vorbelegung. Das entscheidet die Familie selbst: Hat sie mehr als eine Variante, wählt der Editor automatisch.

Der Schalter, der sich sperren kann

„Label standardmäßig aktiviert“ ist genau dann gesperrt, wenn beides gilt: Die Kennzeichnungspflicht steht auf „verpflichtend“ und ihr Geltungsbereich ist „Alle Assets“. Dann zeigt er zwangsweise „an“ und sagt daneben: „Durch die Label-Pflicht für alle Assets vorgegeben.“

Bei Pflicht mit Geltungsbereich „Nur KI-Assets“ bleibt er bedienbar — dort steht dann „Vorbelegung für Assets ohne hinterlegte KI-Herkunft — für KI-Assets gibt die Pflicht sie vor.“

Die Sperre ändert den gespeicherten Wert nicht. Steht dort ein gespeichertes „aus“, bleibt es erhalten; der Schalter zeigt nur „an“. Wirkungslos ist die Vorbelegung bei aktiver Pflicht ohnehin, weil der Editor das Label dann selbst einschaltet.

Was ohne gespeicherte Vorbelegung gilt

In einem Arbeitsbereich, in dem noch nie jemand gespeichert hat, öffnet der Editor mit eingeschaltetem Label, der System-Familie und deren Standardvariante, Position unten rechts, 3 % Abstand, 30 % Größe, automatischer Größe und ohne Drehung.

Die Kennzeichnungspflicht steht in dieser Lage auf „an“, ihr Geltungsbereich auf „Nur KI-Assets“.

Sobald einmal gespeichert wurde, gelten die gespeicherten Werte.

Wofür die Vorbelegung nicht gilt

Für Video wirkt „Label standardmäßig aktiviert“ nicht. Ein Video-Derivat trägt immer ein Label. Alle übrigen Felder — Label-Familie, Variante, Position, Abstand, Größe, Modus, Drehung — gelten dort weiterhin.

Im Stapel-Assistenten ist die Position aus dieser Seite der Rückfallwert: Ein Stapel hat keine einzelne Leinwand, auf der sich etwas ziehen ließe, also wird eine von Hand gesetzte Position darauf zurückgesetzt. Bei einer Familie ohne Markierungsregel schaltet eine Drehung außer 0° in einem neuen Stapel „Drehung je Ausrichtung“ aus; diese Drehung gilt dann für jede Ausgabe.

Die Vorschau

Rechts steht ein festes Beispielfoto — nicht ein Bild aus deinem Arbeitsbereich. Es lässt sich in einem Dialog vergrößern.

Die Vorschau rendert immer mit eingeschaltetem Label. Sie zeigt die Lage des Labels, nicht ob neue Ausgaben mit Label beginnen. Steht die Vorbelegung auf „aus“, sagt ein Satz unter der Vorschau das.

Im Automatik-Modus zeigt sie nicht die gespeicherten Zahlen, sondern die für dieses Beispielbild berechneten. Ist die gewählte Variante nicht kalibriert, greift die Automatik nicht; die Seite sagt das unter dem Formular und verweist auf Einstellungen → Labels.

Speichern

Der Knopf „Vorbelegungen speichern“ ist inaktiv, solange gespeichert wird oder keine Label-Familie und keine Variante gewählt sind. Nach dem Speichern erscheint „Gespeichert.“ und die Seite lädt neu — erst danach greift der neue Stand.

Vorbelegungen und Kennzeichnungspflicht werden in einem Vorgang gespeichert. Ein Klick schreibt beides.

Beim Wechsel der Label-Familie setzt die Seite die Variante auf die Standardvariante der neuen Familie. Zeigt eine gespeicherte Familie auf keine auswählbare mehr — weil sie deaktiviert oder ausgeblendet wurde —, fällt die Auswahl auf die System-Familie zurück.

Protokoll

Das Speichern schreibt „Label-Vorbelegungen geändert“ ins Prüfprotokoll. Der Eintrag hält Label-Familie und Variante fest — nicht Position, Größe, Abstand oder Drehung.

Die drei Felder der Kennzeichnungspflicht bekommen eigene Einträge, und nur, wenn sich der Wert geändert hat: „Label-Pflicht geändert“, „Label-Geltungsbereich geändert“, „Label-Sperre beim Anlegen geändert“.

Was schiefgehen kann

„Nicht gefunden — möglicherweise wurde es gelöscht, oder dein Zugriff hat sich geändert.“ Die gewählte Label-Familie gibt es nicht mehr.

„Die Eingabe wurde nicht akzeptiert. Bitte prüfen und es erneut versuchen.“ Unter anderem dann, wenn die gewählte Variante nicht zur gewählten Label-Familie gehört.

„Dafür fehlt die Berechtigung.“ Deine Rolle darf die Vorbelegungen nicht ändern.