Nutzung und Rechte
Die vier Einstellungen, die ins Manifest wandern — und warum „Keine Angabe“ nicht die neutrale Wahl ist.
Unter Einstellungen → Content Credentials stehen zwei Karten: „Nutzung durch Dritte“ und darunter „Urheber und Rechte“. Beide schreiben in jedes signierte Manifest deines Arbeitsbereichs.
Ändern dürfen nur Inhaber und Admin. Mitglieder sehen den Menüpunkt „Einstellungen“ nicht; lesen dürfen die Werte alle Rollen.
Die vier Einstellungen
| Einstellung | Was sie meint |
|---|---|
| „Training generativer KI-Modelle erlauben“ | Modelle, die daraus neue Bilder oder Videos erzeugen können. |
| „Training sonstiger KI-Modelle erlauben“ | Nicht-generative Modelle, etwa zur Objekterkennung oder Klassifikation. |
| „Data Mining erlauben“ | Automatisierte Auswertung auf Muster und Zusammenhänge, ohne damit ein Modell zu trainieren. |
| „Nutzung als Eingabe für ein fertiges KI-Modell“ | Dreiteilig: „Keine Angabe“, „Erlaubt“, „Untersagt“. |
Die ersten drei sind Schalter, die vierte ist eine Auswahl aus drei Möglichkeiten.
Die Umkehrung, die man kennen muss
Die Schalter fragen nach der Erlaubnis — gespeichert und veröffentlicht wird das Verbot.
Ein ausgeschalteter Schalter schweigt also nicht. Er schreibt einen ausdrücklichen Eintrag „nicht erlaubt“ ins Manifest. Die drei Schalter stehen immer im Manifest, auch wenn alles verboten ist.
Weggelassen wird nur die vierte Einstellung: „Keine Angabe“ lässt den Eintrag vollständig aus dem Manifest fallen. Der Wert wird nicht als „keine Angabe“ veröffentlicht — er wird gar nicht veröffentlicht.
Weglassen ist nicht dasselbe wie eine neutrale Aussage. Die meisten Auswerter behandeln einen fehlenden Eintrag wie eine Erlaubnis, und der Standard legt nicht fest, wie ein fehlender Eintrag zu lesen ist.
Ein Arbeitsbereich, der diese Seite nie geöffnet hat, veröffentlicht damit: drei Verbote und keine Aussage zur vierten Einstellung.
Was das ist und was es nicht ist
Der Erklärdialog sagt es in einem Satz: „Das ist eine Willenserklärung, keine technische Sperre.“
Sie wirkt gegenüber Dritten, die den Standard beachten. Sie hindert niemanden daran, die Datei trotzdem zu verwenden — sie macht die Aussage nur maschinenlesbar und signiert.
Wann der Wert gelesen wird
Beim Anstoßen des Renderns, nicht beim Speichern. Die Anwendung liest deine Einstellung frisch, wenn sie den Auftrag einstellt. Eine Änderung löst kein Neu-Rendern aus.
Die Seite sagt dazu:
Die Einstellung gilt für künftige Signaturen. Bereits signierte Derivate behalten die Aussage, die zum Zeitpunkt ihrer Signatur galt.
Wo du die Aussage wiederfindest
Nur im Manifest. An einem einzelnen Asset oder in einem Prüfergebnis taucht der Eintrag nicht auf — der Prüfbericht kennt die Bearbeitungskette und ihre Bestandteile, aber keine Nutzungsangaben.
Wer sie an einer konkreten Datei sehen will, lädt deren Manifest herunter: „Content Credentials (JSON)“ im Menü einer Ausgabe, „Manifest herunterladen“ auf der Ergebniskarte der Schnellprüfung.
Achtung beim Original: Lädst du das Manifest der Quelldatei herunter, bekommst du das mitgebrachte fremde Manifest — das kennt diese Einstellung nicht.
Protokoll
Jede Änderung steht mit den vier neuen Werten im Prüfprotokoll deines Arbeitsbereichs.
Urheber und Rechte
Die zweite Karte hat drei Felder, alle freiwillig und alle anfangs leer:
| Feld | Was hineingehört |
|---|---|
| Urheber | Wer das Bild gemacht hat — eine Person oder eine Organisation. |
| Copyright-Vermerk | Wem die Rechte gehören. Nur den Namen; das © und das Jahr setzt verstag beim Signieren davor. |
| Credit-Zeile | Wer bei einer Veröffentlichung genannt werden soll. |
Was du leer lässt, steht nicht im Manifest. verstag trägt dort von sich aus nichts ein.
Die Angaben gelten für alles, was in diesem Arbeitsbereich signiert wird. Arbeitest du für mehrere Auftraggeber, lass sie leer — ein Wert, der für einen davon stimmt, wäre für die anderen falsch.
Höchstens 200 Zeichen je Feld. Zeilenumbrüche werden abgewiesen.
Was schiefgehen kann
Der Speichern-Knopf bleibt grau. Er ist deaktiviert, solange nichts verändert wurde.