Label-Vorlagen
Label-Familien und Varianten, der EU-Katalog, eigene SVGs und die Kalibrierung.
Unter Einstellungen → Labels liegt, woraus die sichtbare Marke gezeichnet wird. Die Seite hat zwei Karten: „Label hinzufügen“ und darunter „Labels“ mit der Liste.
Nur Inhaber und Admin. Wer die Rolle nicht hat, bekommt eine 404-Seite — auch dann, wenn er die Adresse kennt.
Familie und Variante
Eine Label-Familie ist die Marke: „AI GENERATED“, ein EU-Kennzeichen, eine eigene. Eine Variante ist eine Fassung davon für einen Bildhintergrund — schwarze Grafik für helle Bilder, weiße für dunkle.
Eine Familie ohne Variante erscheint im Editor nicht. Die Verwaltungsliste zeigt sie trotzdem, mit einem erklärenden Satz statt einer leeren Kachelreihe.
Die EU-Labels aus dem Katalog
Der Knopf „EU-Labels hinzufügen“ öffnet einen Dialog mit sechs festen Einträgen — drei Kennzeichnungstexte in je zwei Flächenvarianten:
| Eintrag | Fläche |
|---|---|
| „KI-generiert (EU, transparent)“ | halbtransparent, für den Einsatz auf dem Motiv |
| „KI-generiert (EU, deckend)“ | deckend, für maximalen Kontrast |
| „KI-verändert (EU, transparent)“ | halbtransparent |
| „KI-verändert (EU, deckend)“ | deckend |
| „KI (EU, transparent)“ | kompaktes rundes „AI“-Signet |
| „KI (EU, deckend)“ | dasselbe, deckend |
Jeder Eintrag bringt ein Hell-/Dunkel-Paar mit. Was du hinzufügst, wird zu einer eigenen Familie deines Arbeitsbereichs — danach umbenennbar, deaktivierbar und löschbar wie jede andere. Die beiden Varianten heißen automatisch „Familienname — für helle Bilder“ und „— für dunkle Bilder“; die helle ist der Standard.
Katalog-Labels kommen fertig kalibriert an. Sie tragen sofort das Kennzeichen „Kalibriert“.
Denselben Eintrag ein zweites Mal hinzuzufügen geht nicht: Der Dialog zeigt ihn als „bereits hinzugefügt“, und ein trotzdem abgesetzter Versuch endet mit „Dieses EU-Label wurde bereits hinzugefügt.“
Ob und in welchem Umfang der EU AI Act für dich eine Kennzeichnung verlangt, hängt von deiner Rolle und vom Einzelfall ab. Dies ist keine Rechtsberatung. verstag stellt die Kennzeichen bereit und bringt sie an; welche davon du brauchst, entscheidest du.
Eine eigene Familie anlegen
Ein Feld: der Name. Höchstens 120 Zeichen, pro Arbeitsbereich eindeutig ohne Rücksicht auf Groß- und Kleinschreibung — „Kampagne“ und „kampagne“ schließen sich aus.
Nach dem Anlegen ist die Familie leer. Sie erscheint erst im Editor, wenn sie mindestens eine Variante hat.
Eine Variante hochladen
Über „+ Neue Variante“ an der Familie. Gebraucht werden eine SVG-Datei und die Angabe, für welchen Hintergrund sie gedacht ist.
Pro Hintergrund genau eine Variante. Ist einer belegt, steht in der Auswahl „(bereits vorhanden)“ und er ist gesperrt. Sind beide belegt, verschwindet der Knopf ganz.
Die Datei muss diese Bedingungen erfüllen:
- Höchstens 128 KiB.
- Wohlgeformtes XML mit
<svg>als Wurzel. Zugelassen ist nur eine feste Menge zeichnender Elemente. Nicht erlaubt sind DOCTYPE und Entitäten, Verarbeitungsanweisungen und alleon…-Ereignisattribute. - Nur diese Schriften: Roboto,
sans-serif,serif,monospace.
Wird die Datei abgelehnt, nennt die Meldung keinen Grund: „Die Eingabe wurde nicht akzeptiert. Bitte prüfen und es erneut versuchen.“ Die Liste oben ist die vollständige Antwort darauf, was gemeint sein kann. Eine leere Datei ist die Ausnahme — die meldet der Browser direkt am Feld.
Zwei Dinge passieren beim Hochladen automatisch:
- Die erste Variante einer Familie wird ihr Standard.
- Der technische Schlüssel entsteht aus dem Anzeigenamen („Helles Logo“ →
helles-logo, bei Kollisionhelles-logo-2). Er ist kein Eingabefeld und ändert sich beim Umbenennen nicht.
Der SVG-Quelltext lässt sich auf der Seite ansehen, aber nirgends bearbeiten. Eine Korrektur heißt: neue Variante hochladen.
Die System-Familie „AI GENERATED“
Sie steht in der Liste oben und trägt das Kennzeichen „System“. Sie gehört der Plattform, nicht deinem Arbeitsbereich, und lässt sich nicht umbenennen, nicht deaktivieren, nicht löschen und nicht um eine Variante erweitern. Die Oberfläche bietet diese Aktionen gar nicht erst an.
Ihre zwei Varianten heißen „Light text — for dark imagery“ und „Dark text — for light imagery“.
Statt Deaktivieren gibt es für sie ein „Ausblenden“ pro Arbeitsbereich. Das nimmt sie nur aus der Auswahl im Editor — bereits gespeicherte Ausgaben rendern unverändert weiter. Umgekehrt lässt sich eine eigene Familie nicht ausblenden; dafür ist Deaktivieren da.
Löschen
Nur, solange nichts darauf verweist. Neben jeder Familie steht ein Zähler der Verknüpfungen — Derivate, deren gespeicherte Spezifikation sie referenziert. Ist er größer als null, ist der Löschknopf gesperrt und erklärt sich per Tooltip.
Die letzte Variante einer Familie lässt sich nicht löschen. Wer die Familie loswerden will, deaktiviert oder löscht die Familie.
Löschst du die Standard-Variante, rückt die älteste verbliebene nach.
Der Löschknopf ist zweistufig: Der erste Klick schärft ihn, der zweite bestätigt.
Kalibrieren
Kalibrieren beantwortet eine einzige Frage: Welcher Text muss lesbar bleiben?
verstag vermisst dazu die Grafik; du benennst nur, welche Textgruppe maßgeblich ist. Maßgeblich ist der größte Text, der zur Kennzeichnung gehört: „AI“ muss lesbar bleiben, das ergänzende Wort darf zurücktreten.
- Ist die Erkennung sicher, ist der Vorschlag vorausgewählt und ein Klick auf Speichern genügt.
- Ist sie unsicher, ist nichts vorausgewählt und der Speicherknopf bleibt gesperrt, bis du selbst wählst.
- Findet die Messung keinen Text, führt der Dialog direkt zum Umranden von Hand. Bei einem gezogenen Rechteck zählt allein dessen Höhe.
Ob du den Vorschlag bestätigt oder überstimmt hast, steht im Tooltip des Kennzeichens „Kalibriert“, zusammen mit dem Zeitpunkt.
„Unkalibriert“ darf ein Dauerzustand bleiben. Der Dialog lässt sich jederzeit mit „Später kalibrieren“ verlassen; die Variante ist zu diesem Zeitpunkt längst gespeichert. Die Folge: Größe und Rand werden nicht berechnet. Das Label wird trotzdem eingebrannt — mit den manuell eingestellten Werten. Der Editor sagt das als Hinweis, nicht als Warnung.
Der Dialog misst einmal, beim Öffnen. Fehler beim Messen erscheinen unter der Vorschau, nicht als Systemmeldung.
Protokoll
Jede Änderung an Familien und Varianten steht im Prüfprotokoll des Arbeitsbereichs: angelegt, umbenannt, aktiviert und deaktiviert, aus- und eingeblendet, gelöscht, Variante hinzugefügt, umbenannt, gelöscht, als Standard gesetzt, kalibriert.